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Gesa Krause läuft famose Weltbestzeit beim ISTAF in Berlin

Gesa Krause hat beim ISTAF im Berliner Olympiastadion eine famose Weltbestzeit über 2.000 m Hindernis aufgestellt. Die 27-jährige 3.000-m-Hindernis-Europameisterin, die für den Verein Silvesterlauf Trier startet, erreichte bei dem traditionsreichen Leichtathletik-Meeting über 2.000 m Hindernis eine Zeit von 5:52,80 Minuten. Da die 2.000-m-Hindernis-Distanz keine Standard-Disziplin im Leichtathletik-Programm ist und nur selten gelaufen wird, gibt es in diesem Wettbewerb keine Weltrekorde sondern nur Weltbestzeiten. Am Donnerstag hatte Gesa Krause in Zürich ihren 3.000-m-Hindernisrekord auf 9:07,51 Minuten geschraubt. Rund vier Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaften in Doha (Katar) zeigte Gesa Krause, dass sie in absoluter Topform ist. Es war das 20. Mal, dass beim ISTAF, das zum 78. Mal stattfand, ein Weltrekord oder eine Weltbestzeit gebrochen wurde.

Gesa Krause stellte beim ISTAF in Berlin eine Weltbestzeit über 2.000 m Hindernis auf. Foto: Camera4 / ISTAF

Kenias Tempomacherin Caroline Tuigong führte die Spitzengruppe des 2.000-m-Hindernislaufes mit einer Zeit von 2:58,18 Minuten durch die 1.000-m-Marke. In der zweiten Hälfte des Rennens lief Gesa Krause dann direkt hinter Winfred Yavi aus Bahrain, die zum Glück der Deutschen das Tempo sehr hoch hielt. Beim letzten Wassergraben überholte die Deutsche und war auf den letzten Metern dann nicht mehr einzuholen. Mit einer Zeit von 5:56,83 Minuten blieb auch Yavi noch klar unter der Sechs-Minuten-Marke. Albaniens Luiza Gaga wurde mit 6:00,07 Dritte. Beides sind nationale Bestzeiten.

„Das ist unglaublich! Auch wenn es diesmal 1.000 Meter kürzer war als sonst bin ich sehr stolz. Das Rennen zeigt meinen aktuellen Leistungsstand“, sagte Gesa Krause, die in Berlin die bisherige Weltbestzeit der Kenianerin Virginia Nganga gleich um fast zehn Sekunden unterbot. Nganga war vor vier Jahren beim ISTAF eine Zeit von 6:02,16 gelaufen. Damals hatte Gesa Krause eine deutsche Bestzeit von 6:04,20 erreicht. „Jetzt muss ich bis Doha gesund bleiben. Ich bin hoch motiviert für die WM und möchte dort eine Rolle spielen.“

Mit dem 5.000-m-Rennen der Frauen stand noch eine zweite Langstrecke auf dem Programm beim ISTAF. Hier gab es ein Fotofinish: Nach einem spannenden Kampf setzte sich Daisy Jepkemei in 14:51,72 Minuten mit nur einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor ihrer kenianischen Landsfrau Norah Jeruto (14:51,73) Minuten durch. Dritte wurde Eva Cherono (Kenia/14:57,30), die zunächst als Tempomacherin fungierte. Während Hanna Klein (SG Schorndorf) als Zehnte mit 15:19,74 Minuten noch die Norm für die WM unterbot, hatte Alina Reh (SSV Ulm) Pech. In der Spitzengruppe laufend, stürzte sie und fiel dadurch weit zurück. Auf Rang elf kam sie schließlich nach 15:22,15 Minuten ins Ziel.

Text: race-news-service.com