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Tsehay Gemechu gewinnt Neu-Delhi-Halbmarathon mit Streckenrekord

Mit einer Streckenrekordzeit von 66:00 Minuten hat die Äthiopierin Tsehay Gemechu den hochklassig besetzten Halbmarathon in Neu-Delhi gewonnen. Damit erzielte die erst 21-Jährige die neuntschnellste Zeit weltweit über die genau 21,0975 km lange Strecke in diesem Jahr. Auch bei den Männern bestimmten die Läufer aus Äthiopien an der Spitze das Geschehen. Hier siegte Andamlak Belihu mit 59:10.

Tsehay Gemechu gewinnt erneut in Neu-Delhi und stellt wiederum einen Streckenrekord auf. Foto: Procam International

Bei den Frauen entwickelte sich ein hochklassiges Duell zwischen der Titelverteidigerin Tsehay Gemechu und ihrer äthiopischen Landsfrau Yelamzerf Yehualaw. Auf dem letzten Kilometer schien es, als wenn Yehualaw für eine Überraschung sorgen könnte, denn sie übernahm zunächst die Führung. Doch auf der Zielgeraden schob sich Gemechu an der Favoritin vorbei und gewann mit nur einer Sekunde Vorsprung in 66:00. Damit verbesserte sie ihren eigenen, im vergangenen Jahr aufgestellten Streckenrekord um genau 50 Sekunden. Hinter der zweitplatzierten Yehualaw komplettierte ihre Landsfrau Zeineba Yimer als Dritte in 66:57 das äthiopische Podium. Als Vierte folgte Irene Cheptai (Kenia) mit 67:39 und einer Sekunde Vorsprung vor ihrer Landsfrau Edith Chelimo.

„Ich war müde, nachdem ich bei den Weltmeisterschaften in Doha gelaufen bin. Aber ich wollte hier unbedingt den Streckenrekord angreifen und wusste, dass ich mental stark sein würde“, erklärte die Siegerin, die bei der WM im 5.000-m-Finale Platz vier belegt hatte.

Auch bei den Männern entwickelte sich ein äthiopisches Duell: Solomon Berihu forderte den Titelverteidiger Andamlak Belihu heraus. Rund einen Kilometer vor dem Ziel konnte Belihu dann einen kleinen Vorsprung herauslaufen und verteidigte diesen. Mit seiner Siegzeit von 59:10 Minuten sortierte sich der 20-jährige Youngster in der Jahresweltbestenliste auf Rang acht ein. Während Belihu eine persönliche Bestzeit aufstellte, verpasste er den Streckenrekord um lediglich vier Sekunden. Diesen hält sein Landsmann Guye Adola, der 2014 eine Zeit von 59:06 erreicht hatte. Neben dem zweiplatzierten Solomon Berihu (59:17) blieben noch zwei weitere Athleten unter der Stunden-Marke: Kibiwott Kandie lief 59:33 und belegte Rang drei vor seinem kenianischen Landsmann Alfred Barkach, der  nach 59:46 im Ziel war.

Text: race-news-service.com

Foto: Procam International