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Äthiopierin Gidey treibt 15-km-Weltbestzeit in neue Dimensionen

Letesenbet Gidey hat beim Sieben-Hügel-Lauf im holländischen Nijmegen die Weltbestzeit über 15 km in neue Dimensionen getrieben: Die erst 21-jährige Äthiopierin, die zu den größten Talenten weltweit gehört, gewann den Traditionslauf in 44:21 Minuten. Damit war Gidey gleich über eine Minute schneller als Joyciline Jepkosgei. Die Kenianerin hatte vor zwei Jahren in Prag mit 45:37 den Weltrekord über die 15-km-Distanz aufgestellt.

Letesenbet Gidey sorgte mit einer famosen Weltbestzeit über 15 km für Furore. Foto: www.photorun.net

Aus nicht nachvollziehbaren Gründen führt der internationale Leichtathletik-Verband, der sich jetzt World Athletics nennt, zurzeit keine offiziellen Weltrekorde über 15 km sondern nur noch Weltbestzeiten. Das aber schmälert nicht die Leistung von Gidey, die als erste Frau die 45-Minuten-Barriere über diese Distanz durchbrach und damit Zeiten erreichte, die bisher Männern vorbehalten waren. Den bisherigen Streckenrekord ihrer prominenten Landsfrau Tirunesh Dibaba (46:28) unterbot Letesenbet Gidey gleich um über zwei Minuten. In den 80er Jahren hätte die Zeit von Gidey in den meisten Fällen gereicht, um auch das Männer-Rennen in Nijmegen zu gewinnen. Dies zeigt die enorme Entwicklung, die die Frauen-Weltspitze gemacht hat.

Letesenbet Gidey hat in diesem Jahr schon mehrfach herausragende Leistungen gezeigt. Bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften wurde sie im März Dritte. Bei der WM in Doha hatte sie Ende September über 10.000 m die Silbermedaille gewonnen. Und im Juni hatte sie in Stanford (USA) über 3.000 m einen Afrikarekord von 8:20,27 Minuten aufgestellt.

Der 15-km-Lauf in Nijmegen war das bisher längste Rennen in der Karriere von Letesenbet Gidey. Und das Ergebnis deutet darauf hin, dass sie auch im Halbmarathon auf Anhieb in den Bereich des Weltrekordes von 64:51 Minuten laufen könnte.

Das Rennen der Männer gewann in Nijmegen Stephen Kissa (Uganda) mit 41:49.

Paul Lonyangata gewinnt zum zweiten Mal Shanghai-Marathon

Zum zweiten Mal nach 2015 gewann Paul Lonyangata den Marathon in Shanghai. Der Kenianer lief am Sonntag nach 2:08:11 Stunden ins Ziel und verpasste damit seinen eigenen Streckenrekord um knapp eine Minute. Vor vier Jahren war Paul Lonyangata in Shanghai 2:07:14 gelaufen. Mit deutlichem Abstand hinter dem Kenianer folgte Hassan El Abbassi (Bahrain) als Zweiter in 2:08:58. Rang drei belegte Limenih Getachew (Äthiopien) mit 2:09:14.

Auch für Yebrgual Melese war es der zweite Sieg beim Shanghai-Marathon: Die Äthiopierin, die im Vorjahr den Streckenrekord auf 2:20:36 verbessert hatte, verteidigte ihren Titel mit einer Zeit von 2:23:19. Ihre Landsfrauen Waganesh Mekasha (2:25:37) und Obse Abdeta (2:27:47) belegten die Ränge zwei und drei.

Voraussichtlich wird der Shanghai-Marathon in naher Zukunft zur Gruppe der World Marathon Majors gehören.

Text: race-news-service.com