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Tokio-Marathon sagt Massenrennen ab

Gut fünf Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Japan haben die Veranstalter des Tokio-Marathons, der am 1. März stattfinden soll, das Massenrennen abgesagt. Hintergrund ist, dass es inzwischen auch in Tokio einen Krankheitsfall mit dem Coronavirus gibt. Dies gaben die Organisatoren heute bekannt. Das Eliterennen soll demnach jedoch stattfinden.

Für die Masse der Läufer fällt der Tokio-Marathon in diesem Jahr aus - lediglich das Eliterennen soll am 1. März stattfinden. Foto: photorun.net

Japan ist das Land mit der höchsten Anzahl von Coronavirus-Fällen außerhalb Chinas.

Man kann davon ausgehen, dass über 40.000 angemeldete Läufer von dieser Absage betroffen sind. Im vergangenen Jahr erreichten bei dem Rennen, das zur World Marathon Majors-Serie gehört, 35.460 Athleten das Ziel. Auch sämtliche Rahmenwettbewerbe, darunter ein Meilenrennen und ein Familienlauf, wurden abgesagt.

In den vergangenen Wochen mehrten sich Spekulationen, ob angesichts der Coronavirus-Epidemie auch hinter den Olympischen Spiele in Tokio ein Fragezeichen steht. Dies wurde jedoch von den Verantwortlichen vehement dementiert.

Aufgrund des Coronavirus wurden zuvor unter anderem bereits der Hongkong-Marathon, der am 9. Februar stattfinden sollte, und die Leichtathletik-Hallen-Weltmeisterschaften, die vom 13. bis 15. März im chinesischen Nanjing geplant waren, abgesagt. Weitere Absagen betreffen inzwischen die internationalen chinesischen Rennen in Suzhou (Halbmarathon/15. März), Wuxi (Marathon/22. März) und Yangzhou (Marathon/12. April). Mit zusätzlichen Absagen ist zu rechnen. In den nächsten Monaten stehen unter anderem die internationalen Marathonläufe von Chongqing (22. März), Wuhan (12. April) - die zurzeit unter Quarantäne stehende Stadt, wo die Coronavirus-Erkrankungen ihren Ursprung haben - sowie Shanghai (19. April) und Dongying (26. April) auf dem Programm.

Text: race-news-service.com