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Mao Ichiyama schafft in Nagoya Last-Minute-Olympiaqualifikation, Anke Esser bricht ein

Mao Ichiyama hat sich beim letzten japanischen Qualifikationsrennen in Nagoya noch einen Startplatz für den olympischen Marathon gesichert. Die Spiele finden im Sommer in Tokio statt, wobei die Marathonläufe aus klimatischen Gründen nach Sapporo verlegt wurden. Bei dem reinen Frauen-Marathon in Nagoya musste die schnellste Japanerin unter 2:21:47 Stunden laufen, um den dritten Startplatz zu ergattern, den bisher Mizuki Matsuda inne hatte. Mao Ichiyama gewann das Rennen in 2:20:29 vor ihrer Landsfrau Yuka Ando (2:22:41) und der Kenianerin Purity Rionoripo (2:22:56).

Im strömenden Regen gewann Evans Chebet den Lake Biwa-Marathon in Japan. Foto: www.photorun.net

Nachdem sie sich beim Chicago-Marathon im vergangenen Oktober um über zehn Minuten auf 2:32:06 Stunden gesteigert hatte, wollte sich Anke Esser (TV Friesen Telgte/Ostbevern) in Nagoya weiter verbessern und in den Kampf um die maximal drei olympischen Startplätze eingreifen. Sie lief anfangs ein flottes Tempo: Nach 34:44 Minuten passierte sie den 10-km-Punkt und lag auf Kurs für eine Zeit um 2:27 Stunden. Ihre 20-km-Zwischenzeit von 70:38 deutete immer noch auf ein mögliches Ergebnis von etwa 2:29 hin. Doch in der Folge konnte Anke Esser das Tempo nicht mehr halten und brach auf den letzten Kilometern ein. Nach 2:39:19 lief sie schließlich auf Rang 26 ins Ziel.

Die Veranstalter in Nagoya hatten, analog zum Tokio-Marathon vor einer Woche, das Massenrennen aufgrund der Coronavirus-Gefahr ausfallen lassen und nur die Eliteläuferinnen rennen lassen.

Auch der japanische Lake Biwa-Marathon - traditionell ein Männer-Elitemarathon und kein Massenrennen - fand statt. Hier gewann bei strömendem Regen der Kenianer Evans Chebet die 75. Auflage der Veranstaltung in 2:07:29 vor Stephen Mokoka (Südafrika/2:08:05) und Felix Kiprotich (Kenia/2:08:48). Vierter wurde der Japaner Naoya Sakuda mit 2:08:59. Er hätte den japanischen Rekord von 2:05:29 brechen müssen, um sich noch für Olympia zu qualifizieren. Wie die „Japan Running News“ berichten gab es ein für japanische Verhältnisse sehr ungewöhnliches Problem: Die Startpistole funktionierte nicht, so dass sich der Start im Regen um zehn Minuten verzögerte.

Afrikanische Sieger beim Den Haag-Halbmarathon

Einer der größten Frühjahrsläufe Europas ist der Halbmarathon in Den Haag. Rahmenwettbewerbe über kürzere Laufstrecken hinzugerechnet, registrierten die holländischen Veranstalter rund 42.000 Anmeldungen. In einem knappen Zieleinlauf triumphierte der Äthiopier Dawit Wolde in 59:58 Minuten. Im Sekundenabstand folgten die Kenianer Kelvin Kiptum (59:59) und Bernard Kimani (60:00) auf den Plätzen zwei und drei.

Die schnellste Frau kam aus Kenia: Joyline Chemutai blieb zum ersten Mal in ihrer Karriere unter 70 Minuten und gewann mit 69:44 vor der Polin Katarzyna Jankowska, die 71:32 lief. Dritte wurde die Äthiopierin Zewdnesh Ayele. Sie war nach 71:37 im Ziel.

Text: race-news-service.com