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London-Marathon könnte als reines Elite-Rennen stattfinden

Der London-Marathon könnte am 4. Oktober auch als reines Eliterennen stattfinden. Dies erklärte der Race-Direktor Hugh Brasher gegenüber der britischen Zeitung „The Guardian“ und verschiedenen anderen Medien. Ursprünglich sollte der in der Regel am hochklassigsten besetzte  City-Marathon des Jahres an diesem Sonntag stattfinden. Aufgrund der Coronavirus-Krise wurde das Rennen dann auf den 4. Oktober verschoben. Großbritannien ist von der Pandemie deutlich stärker betroffen als Deutschland. Dort gibt es bereits rund 20.000 Tote.

Der London-Marathon könnte auch als reiner Elitelauf stattfinden. Foto: Virgin Money London Marathon

„Unsere Flamme brennt noch“, erklärte Hugh Brasher gegenüber dem „Guardian“. „Gibt es Hoffnung? Natürlich. Aber wir müssen das machen, was für die Gesellschaft richtig ist. Normalerweise bringen wir 750.000 Zuschauer auf die Straßen in London und 45.000 Läufer. Dann kommt das medizinische Personal hinzu, es gibt 6.000 Helfer und das öffentliche Verkehrssystem. Es gibt massenhaft Dinge, die man bei einer Entscheidung berücksichtigen muss.“

Direkt darauf angesprochen, ob es zu einem reinen Eliterennen kommen könnte, sollten die entsprechenden Verhaltensregeln angesichts der Pandemie noch bestehen, antwortete Hugh Brasher: „Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Aber in der heutigen gesellschaftlichen Situation kann man niemals nie sagen. Wir versuchen agil zu bleiben und planen für Szenarien. Und im Moment will ich solange nichts ausschließen bis es unmöglich wird.“

Der Tokio-Marathon, ein Rennen das ebenso wie London, Berlin, Boston, New York und Chicago zu den World Marathon Majors gehört, wurde Anfang März als reines Eliterennen veranstaltet. Für eine solche Option hatte sich für Berlin auch der Berlin-Marathon-Initiator und jahrzehntelange Race-Direktor Horst Milde ausgesprochen. Ob der ursprünglich für den 27. September geplante Berlin-Marathon zu einem späteren Zeitpunkt oder in anderer Form noch stattfinden kann, steht noch nicht fest. Der Berliner Senat hatte ein überraschendes Veranstaltungsverbot von Großveranstaltungen bis zum 24. Oktober erlassen. Ein reines Elite-Rennen erscheint jedoch in Berlin eher unwahrscheinlich.

Text: race-news-service.com