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London-Marathon lädt Kipchoge, Bekele, Kosgei und Chepngetich erneut ein

Die Veranstalter des London-Marathons, der ursprünglich am 26. April stattfinden sollte und dann aufgrund der Coronavirus-Krise auf den 4. Oktober verschoben wurde, haben alle bereits ursprünglich verpflichteten Athleten erneut eingeladen. Dies berichtet der britische Leichtathletik-Newsletter „Athletics International“. Ob und in welcher Form die 40. Auflage des weltweit hochklassigsten City-Marathonrennens am 4. Oktober stattfinden kann, ist allerdings ungewiss. Die Veranstalter planen mit verschiedenen Szenarien. Darunter ist auch die Variante, ein reines Eliterennen zu veranstalten.

Londons Marathon-Veranstalter hoffen weiter auf ein Rennen mit Eliud Kipchoge (links) und Kenenisa Bekele (rechts neben dem Tempomacher). Foto: Virgin Money London Marathon

Bei den Männern könnte es in London zum Duell der beiden Marathon-Superstars Eliud Kipchoge und Kenenisa Bekele kommen. Der Kenianer Kipchoge hatte in Berlin 2018 den Weltrekord auf 2:01:39 Stunden verbessert und war dann im vergangenen Oktober in Wien bei einem inoffiziellen Rennen die 42,195 km als erster unter zwei Stunden gelaufen (1:59:40,2). Kenenisa Bekele meldete sich nach einer Reihe von Enttäuschungen im vergangenen Jahr in Berlin überraschend zurück. Der Äthiopier verpasste mit 2:01:41 den Weltrekord um nur zwei Sekunden.

Die beiden Topstars wären im April offenbar bereit gewesen für ein außergewöhnlich schnelles Rennen. Es hätte das beste Rennen aller Zeiten werden können, jedoch wäre es unwahrscheinlich gewesen, dass die Siegzeit im Bereich von unter zwei Stunden gelegen hätte, erklärte Eliud Kipchoge. Wie „Athletics International“ berichtet, sagte Kenenisa Bekele: „Bei guten Wetterbedingungen und wenn wir beide zusammen Tempoarbeit geleistet hätten, wäre vielleicht eine Zeit im Bereich des Weltrekordes möglich gewesen.“

Auch bei den Frauen soll das im April verpasste Top-Duell nun im Oktober in London nachgeholt werden: Die Titelverteidigerin und Weltrekordlerin Brigid Kosgei soll dann auf die Weltmeisterin Ruth Chepngetich treffen. Beide Kenianerinnen wurden erneut eingeladen. Kosgei hatte vor einem Jahr beim London-Marathon in 2:18:20 Stunden triumphiert und war dann in Chicago im Oktober zum Weltrekord von 2:14:04 gestürmt. Chepngetich gewann im Januar 2019 den Dubai-Marathon mit einem Streckenrekord von 2:17:08 und wurde dann in den extremen Wetterbedingungen von Doha souverän Weltmeisterin über die 42,195 km.

Text: race-news-service.com