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Istanbul-Marathon startet mit Hygienekonzept für Elitefeld und 3.000 Läufer

Der Istanbul-Marathon bricht am Sonntag einen Bann: Als erstes international bedeutendes Rennen über die klassischen 42,195 Kilometer findet der Lauf unter Einhaltung eines strikten Hygiene-Konzeptes nicht nur mit einem Elitefeld sondern auch mit 3.000 Breitensportlern statt. Abgesehen vom Moskau-Marathon, der ohne Hygiene-Regeln mitten in der Pandemie gestartet wurde als wäre alles normal, ist das Rennen in Istanbul der größte Marathon seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im März.

Mit einem offenbar erfolgreichen Konzept starteten die Istanbuler Veranstalter im September bereits den Halbmarathon. Am Sonntag folgt nun der Istanbul-Marathon mit 3.000 Läufern. Foto: SporIstanbul

Bereits im September hatten die Türken den Halbmarathon in Istanbul mit gut 2.000 Teilnehmern veranstaltet. Abgesehen vom Elitefeld wurden die Läuferreihen mit einem Abstand von fünf Sekunden ins Rennen geschickt, wobei jeweils vier Athleten gleichzeitig in einem breiten Startkanal losliefen. So ist es auch am Sonntag geplant. Um die Hygiene-Konzepte optimal umsetzen zu können, wurde die Strecke verändert. Start und Ziel befinden sich nun im weitläufigen Yenikapi-Park.

Die Rennen in der Türkei könnten zu einem Vorbild werden, wie auch während einer Pandemie Straßenläufe veranstaltet werden können. Wie die Veranstalter erklärten, gab es bei dem Halbmarathon keine Infektionen, die auf das Rennen zurückzuführen sind.

Die Eliteläufer, die vor dem Rennen zweimal auf Corona getestet werden, starten als Gruppe fünf Minuten vor den ersten Breitensportlern. Alle sollen noch während der Startphase eine Maske tragen, die sie dann innerhalb des ersten Kilometers in Container an der Strecke werfen können.

Der schnellste Läufer auf der Startliste kommt aus Äthiopien: Hailu Zewdu Bekele weist eine Bestzeit von 2:06:31 Stunden auf. Damit belegte er im Januar in Dubai, wo einer der letzten spitzen- und breitensportlichen Marathonläufe vor der Pandemie gestartet wurde, Platz zehn. Nur etwas langsamer ist die Bestzeit seines Landsmannes Tsegaye Getachew, der bisher 2:06:50 erreichte. Ebenfalls zum engen Favoritenkreis zählt Cosmas Birech (Kenia), der 2018 den Rom-Marathon mit 2:08:03 gewann. Zu beachten sind zudem zwei kenianische Debütanten: der frühere 3.000-m-Hindernis-Weltklasseläufer Jairus Birech und Edwin Soi, der Olympia-Dritte über 5.000 m von 2008.

Gut besetzt ist in der Spitze auch das Frauen-Elitefeld in Istanbul. Hier geht die Kenianerin Diana Kipyogei als schnellste Läuferin ins Rennen. Sie war 2019 in Ljubljana Dritte mit 2:22:07 Stunden. Die beiden Äthiopierinnen Hiwot Gebrekidan (Bestzeit: 2:23:50) und Yeshi Kalayu Chekole (2:24:28) sowie die Kenianerin Angela Tanui, die vor einem Jahr in Istanbul mit 2:25:18 Platz vier belegt hatte, zählen ebenfalls zu den Favoritinnen.

Text: race-news-service.com