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Yalemzerf Yehualaw gewinnt Top-Duell beim Silvesterlauf in Madrid

Die Silvesterläufe in Madrid und Barcelona produzierten eine Reihe von hochklassigen Zeiten, nachdem zuvor bereits in Bozen der einzige top-besetzte Lauf im deutschsprachigen Raum stattgefunden hatte. Spanien schaffte es im Pandemiejahr 2020 immer wieder, hochklassige Elite-Rennen auf die Beine zu stellen, obwohl das Land besonders stark vom Coronavirus betroffen ist.

Yalemzerf Yehualaw, hier bei ihrem Sieg beim Neu Delhi-Halbmarathon, hat sich 2020 in der Weltspitze etabliert. Zu Silvester gewann sie auch in Madrid. Foto: Procam International

In Madrid, wo unter normalen Umständen bis zu 40.000 Läufer an den Start gegangen wären, fand das Rennen auf einem abgesperrten und für Zuschauer nicht zugängigen Parkgelände statt. In dem 10-km-Lauf setzte sich mit Daniel Simiyu Ebenyo der Favorit durch. Der Kenianer, der im September bei einem 10-km-Eliterennen in Berlin bereits mit einer schnellen Zeit von 27:18 Minuten überzeugt hatte, siegte überlegen in 27:42 vor dem Italiener Eyob Faniel, der nach 28:08 im Ziel war. Als Dritter folgte der aus Kenia stammende US-Amerikaner Paul Chelimo mit 28:13. Vierter wurde Mike Foppen (Niederlande) in 28:14.

Überraschend deutlich entschied bei den Frauen Yalemzerf Yehualaw das Top-Duell mit der Marathon-Weltmeisterin Ruth Chepngetich für sich. Die äthiopische Halbmarathon-WM-Dritte lief nach 31:17 Minuten ins Ziel, während die Kenianerin Chepngetich als Zweite 31:50 benötigte. Mit einem größeren Abstand folgte auf Platz drei die Französin Alessia Zarbo in 33:00.

Beim Silvesterlauf in Barcelona standen sogar vier Entscheidungen auf dem Programm. Bei den Frauen hatten die Veranstalter eine Weltrekordjagd über 5 km initiiert. Nach einem hohen Anfangstempo mit einer 2-km-Zwischenzeit von 5:52 Minuten, die im Bereich von Sifan Hassans (Niederlande) Rekordzeit von 14:44 lag, wurde das Rennen jedoch langsamer. Am Ende siegte die 1.500-m-Weltrekordlerin Genzebe Dibaba (Äthiopien) in 15:00 und erzielte damit immerhin eine Jahresweltbestzeit. Bei den Männern siegte der französische Europarekordler Jimmy Gressier (13:18) mit 13:39.

Pech hatte im 10-km-Rennen die 5.000-m-Weltmeisterin Hellen Obiri. Zunächst stürzte die Kenianerin, dann fiel ihr Tempomacher verletzt aus. Trotzdem siegte Hellen Obiri und erzielte mit 30:53 eine flotte Zeit sowie einen persönlichen Rekord. Den 10-km-Lauf der Männer gewann der französische 10.000-m-Europameister Morhad Amdouni in 27:42 Minuten. Nach seinem 5-km-Sieg startete Jimmy Gressier auch über 10 km und lief als Dritter beachtliche 28:13.

Text: race-news-service.com