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Äthiopier Birhanu Legese und Ruti Aga gewinnen Tokio-Marathon

Die Äthiopier Birhanu Legese und Ruti Aga haben den Tokio-Marathon trotz schlechter Wetterbedingungen mit Weltklassezeiten gewonnen. Legese siegte in 2:04:48 Stunden und erreichte damit die zweitschnellste Siegzeit in der Geschichte des Rennens. Den Streckenrekord hält der Kenianer Wilson Kipsang, der 2017 eine Zeit von 2:03:58 erreicht hatte.

Birhanu Legese gewann in Tokio seinen ersten Marathon. Foto: www.photorun.net

Der 24-jährige Legese gewann am Sonntag bei kaltem und regnerischem Wetter seinen ersten Marathon, nachdem er im Januar 2018 in Dubai bei seinem Debüt als Sechster hochklassige 2:04:15 Stunden gelaufen war und dann in Chicago Rang zehn belegt hatte. Genau zwei Minuten hinter Legese wurde der Kenianer Bedan Karoki in 2:06:48 Zweiter. Rang drei belegte der Titelverteidiger Dickson Chumba (Kenia) mit 2:08:44.

Auch für Ruti Aga war der Triumph in Tokio der erste Marathon-Sieg. Nach zuletzt drei zweiten Plätzen in Berlin 2017, Tokio 2018 und Berlin 2018 gewann sie in der japanischen Metropole mit 2:20:40 Stunden. Die 24-jährige Äthiopierin, die sich in Berlin zuletzt auf 2:18:34 gesteigert hatte, war vor ihren Landsfrauen Helen Tola (2:21:01) und Shure Demise (2:21:05) im Ziel.

Insgesamt 35.431 Läufer erreichten in Tokio das Ziel. Der Lauf war das erste Rennen der World Marathon Majors (WMM) in diesem Jahr. Die bisher schnellsten Zeiten des Jahres wurden in Dubai gelaufen: Hier siegten im Januar Getaneh Molla (Äthiopien) und Ruth Chepngetich (Kenia) in 2:03:34 beziehungsweise 2:17:08 Stunden.

Das Rennen der Männer hatte sehr schnell begonnen. Die Zwischenzeiten deuteten teilweise auf Ergebnisse von deutlich unter 2:04 Stunden hin. Bis zur Halbmarathonmarke, die eine 10-köpfige Spitzengruppe nach 62:01 Minuten erreicht hatte, beruhigte sich das Tempo jedoch schon etwas. Obwohl es auf dem nächsten 5-km-Abschnitt nicht schneller wurde, halbierte sich die Führungsgruppe in dieser Phase: Neben Tempomacher Edwin Koech liefen Felix Kipkoech, Bedan Karoki, Dickson Chumba (alle Kenia) und Birhanu Legese an der Spitze. Es war kein Japaner mehr dabei. An der 30-km-Marke (1:28:16 Stunden) waren hinter Koech dann nur noch Legese und Karoki vorne. Titelverteidiger Chumba hatte vier Sekunden Rückstand und verlor in der Folge weiter an Boden. Schon vor 35 km fiel die Entscheidung: Legese konnte sich absetzen und hatte schnell einen klaren Vorsprung. „Die Strecke ist gut. Bei besserem Wetter hätte ich heute 2:03 Stunden laufen können“, sagte Birhanu Legese.

Auch das Rennen der Frauen war in der Anfangsphase extrem schnell mit Zwischenzeiten, die auf Ergebnisse von ungefähr 2:19 Stunden hindeuteten. Aber auch hier wurde das Tempo in Richtung Halbmarathon etwas langsamer. Sieben Frauen formten nach der ersten Hälfte des Rennens, die nach 69:44 Minuten gelaufen war, die Spitzengruppe. An der 30-km-Marke waren nach 1:39:39 Stunden immer noch sechs Läuferinnen vorne: Ababel Yeshaneh und Ruti Aga diktierten das Tempo, gefolgt von ihren äthiopischen Landsfrauen Helen Tola, Bedatu Hirpa und Shure Demise sowie der Kenianerin Florence Kiplagat. Die Entscheidung fiel erst kurz vor Kilometer 40, als sich Ruti Aga von ihrer stärksten Rivalin, Helen Tola, lösen konnte. „Die Bedingungen waren schlecht, es war viel Wasser auf den Straßen. Aber es war trotzdem ein gutes Rennen“, sagte Ruti Aga, die die drittschnellste Siegzeit in der Geschichte des Tokio-Marathons erzielte. Mit vier Ergebnissen von unter 2:22 Stunden hatte das Frauen-Rennen eine sehr gute Breite in der Spitze.

Ergebnisse, Männer:

1. Birhanu Legesse    ETH     2:04:48

2. Bedan Karoki         KEN     2:06:48

3. Dickson Chumba   KEN     2:08:44

4. Simon Kariuki         KEN     2:09:41

5. Kensuke Horio       JPN     2:10:21

6. Masato Imai           JPN     2:10:30

7. Takuya Fujikawa    JPN     2:10:35

8. Daichi Kamino        JPN     2:11:05

 

Frauen:

1. Ruti Aga                 ETH     2:20:40

2. Helen Tola              ETH     2:21:01

3. Shure Demise        ETH     2:21:05

4. Florence Kiplagat   KEN     2:21:50

5. Bedatu Hirpa          ETH     2:23:43

6. Ababel Yeshaneh   ETH     2:24:02

7. Mao Ichiyama        JPN     2:24:33

8. Joan Melly              KEN     2:26:24

 

Text: race-news-service.com