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Langstrecken-Superstar Tirunesh Dibaba und Laura Hottenrott starten in Hamburg

Äthiopiens Langstrecken-Superstar Tirunesh Dibaba strebt in Hamburg am 11. April ihr Comeback an. Außerdem bestätigten die Veranstalter des „NN Mission Marathons Hamburg“ den Start von Laura Hottenrott (TV Wattenscheid), die sich gegen starke deutsche Konkurrenz versuchen will, für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Tirunesh Dibaba will am 11. April in Hamburg starten. Ihren letzten Marathon lief sie 2018 in Berlin. Foto: www.photorun.net

Die 35-jährige Tirunesh Dibaba, die drei olympische Goldmedaillen und insgesamt neun WM-Titel gewann, hat in ihrer Karriere eine Reihe von einmaligen Leistungen erreicht. Als Erste in der Historie der Leichtathletik-Weltmeisterschaften gelang ihr 2005 als 20-Jährige ein Doppelsieg über 5.000 und 10.000 m. Drei Jahre später wiederholte sie dieses Kunststück auch bei den Olympischen Spielen in Peking. Bis heute ist Tirunesh Dibaba die einzige Frau, die bei Olympia beide Bahn-Langstrecken gewann. Nach ihrem 10.000-m-Olympiasieg 2012 konzentrierte sich Tirunesh Dibaba mehr und mehr auf die Straße. 2014 lief sie beim London-Marathon auf Anhieb hochklassige 2:20:35 Stunden. Nach einer Babypause meldete sich Tirunesh Dibaba 2016 zurück und holte bei Olympia in Rio Bronze über 10.000 m. Trotz eines viel zu schnellen Anfangstempos erreichte sie dann beim London-Marathon 2017 als Zweite noch die Weltklassezeit von 2:17:56 Stunden. Im Herbst 2017 gewann sie den Chicago-Marathon in 2:18:31. Ein Jahr später wurde sie Zweite in Berlin mit hochklassigen 2:18:55 Stunden.

Aufgrund der Geburt ihres zweiten Kindes ist Tirunesh Dibaba in den vergangenen beiden Jahren nicht mehr gestartet. „Es ist mein erster Wettkampf nach der Geburt von Allon im vergangenen Jahr. Es ist ein wichtiges Rennen für mich und ich freue mich darauf, herauszufinden, wo ich in einer Rennsituation stehe“, sagt Tirunesh Dibaba.

Neu im Hamburger Starterfeld ist auch Laura Hottenrott. Die 28-Jährige hatte im Oktober 2020 bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften im polnischen Gdynia mit einer persönlichen Bestzeit von 70:49 Minuten überzeugt. Sie gehörte zum deutschen Team, das sensationell eine Bronzemedaille bei dieser WM gewann. „Ich freue mich sehr, dass es noch geklappt hat und werde am 11. April mit der Perspektive auf ein mögliches Olympiaticket mein Bestes geben“, sagte Laura Hottenrott, die bisher eine Marathon-Bestzeit von 2:33:01 Stunden hat. Diese dürfte sie aufgrund ihrer Halbmarathon-Leistung deutlich unterbieten können. Es wäre aber sicherlich eine Überraschung, wenn Laura Hottenrott tatsächlich noch die Olympia-Qualifikation schaffen sollte, denn es stehen pro Nation nur drei Startplätze zur Verfügung. Die drittbeste deutsche Zeit im Qualifikationszeitraum hält zurzeit Katharina Steinruck (Eintracht Frankfurt) mit 2:27:26. Sie wird ebenfalls in Hamburg starten.

Text: race-news-service.com