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Verletzte Miriam Dattke muss Marathon-Debüt verschieben

Großes Pech für Miriam Dattke: Die Langstreckenläuferin muss aufgrund einer Muskelverletzung kurzfristig auf ihr Marathon-Debüt beim Itelligence Citylauf Invitational am Sonntag in Dresden verzichten. Die 22-jährige Athletin der LG Telis Finanz Regensburg wollte auf Anhieb die Olympia-Norm von 2:29:30 Stunden so deutlich unterbieten, dass sie eine gute Chance gehabt hätte auf einen von drei deutschen Startplätzen bei den Spielen in Japan im Sommer.

Vor knapp zwei Wochen stellte Miriam Dattke in Berlin eine Jahresweltbestzeit über 10 km auf, nun muss sie verletzungsbedingt auf ihr Marathon-Debüt in Dresden verzichten. Foto: Norbert Wilhelmi

Nach Steigerungen auf 69:42 Minuten im Halbmarathon und der Jahresweltbestzeit von 31:38 Minuten über 10 km vor kurzem in Berlin hatte sich ein sehr viel versprechendes Marathon-Debüt von Miriam Dattke abgezeichnet.

„Am Ende eines kurzen lockeren Dauerlaufes hat plötzlich der Schienbeinmuskel gezogen“, wird Miriam Dattke auf der Webseite ihres Vereins LG Telis Finanz Regensburg zitiert. „Der Besuch beim Arzt mit anschließendem MRT brachte zwar nicht den Supergau. Am Knochen war Gott sei Dank keine Blessur. An ein vernünftiges Laufen war an den kommenden Tagen jedoch nicht mehr zu denken. 42 Kilometer sind kein Pappenstiel, auf dieser wackeligen Basis möchte ich an meine Traumstrecke nicht herangehen. Schweren Herzens verzichte ich unter diesen Vorzeichen auf den Start in Dresden.“

Wie ihr Manager, Christoph Kopp, bestätigte, wird Miriam Dattke nun keinen Qualifikationsversuch für Olympia über die Marathonstrecke starten und ihr Debüt über die klassische Distanz verschieben. Den Traum des Olympia-Starts will sich Miriam Dattke statt dessen über die 10.000-m-Distanz erfüllen. Hierfür muss sie die internationale Norm von 31:25,00 Minuten unterbieten. Ihre Bestzeit über diese Strecke steht zurzeit noch bei 32:29,45. Diese ist jedoch knapp zwei Jahre alt. Inzwischen hat sich Miriam Dattke deutlich verbessert. Eine denkbare Startmöglichkeit könnte der 10.000-m-Europacup sein, der am 5. Juni in Birmingham stattfinden soll.

Text: race-news-service.com

Foto: Norbert Wilhelmi