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Deutsche 10.000-m-Titelkämpfe in Mainz mit geschwächtem Feld

Am Sonnabend finden in Mainz die Deutschen Meisterschaften über 10.000 m statt. Seit den Crosslauf-Titelkämpfen Anfang März 2019 ist es, abgesehen von den 5.000 m auf der Bahn, die erste Langstrecken-Meisterschaft in Deutschland, die während der Corona-Krise stattfindet. Vor zwei Jahren in Essen hatten Richard Ringer (LC Rehlingen/28:28,89 Minuten) und Alina Reh (SSV Ulm/31:19,87) die 10.000-m-Titel gewonnen. Beide Titelverteidiger sind am Sonnabend allerdings nicht am Start. Ein durchaus vielversprechendes Feld wurde kurzfristig aufgrund einer Reihe von Absagen noch erheblich geschwächt.

Über die 10-km-Distanz startete Alina Reh zuletzt im vergangenen Juni auf der Straße in Berlin. Dabei gewann sie mit starken 31:26 Minuten. Foto: Cecilia Wenig

Zu den Favoriten im Männerrennen zählen Samuel Fitwi (LG Vulkaneifel) und Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg), die beide in diesem Jahr schon Bestzeiten über 10 km auf der Straße gelaufen sind. Fitwi lief in Berlin 28:00 und Boch folgte kurz hinter ihm mit 28:01. Ob Simon Boch knapp sechs Wochen nach seinem Marathonrennen in Dresden schon wieder frisch genug ist für ein Bahnrennen, bleibt abzuwarten. Sehr gute Form zeigte zuletzt auch Nils Voigt (TV Wattenscheid), mit dem in Mainz ebenfalls zu rechnen ist.

Kurzfristig verzichtete Amanal Petros (TV Wattenscheid) auf seinen Start. Er fliegt in der nächsten Woche ins Trainingslager nach Kenia. Mohamed Mohumed (LG Olympia Dortmund), der Deutsche Meister über 5.000 m, steht sowohl auf der Mainzer als auch auf einer Stockholmer 10.000-m-Startliste und wird wohl eher in der nächsten Woche in Schweden laufen.

Für das Stockholmer Rennen, bei dem die Olympia-Normen von 27:28,00 (Männer) beziehungsweise 31:25,00 Minuten (Frauen) das Ziel sind, hat sich auch Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg) entschieden. Aufgrund einer Fußverletzung kann Titelverteidigerin Alina Reh (SCC Berlin) einige Wochen keine Wettkämpfe bestreiten und fällt somit für die Deutschen Meisterschaften aus. Ihre Siegzeit aus Essen vor zwei Jahren (31:19,87) gilt aber weiterhin als erfüllte Olympia-Qualifikation für die Spiele im Sommer in Tokio.

In Mainz gehört nun Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg) zu den großen Favoritinnen. Sie hat zuletzt beim Halbmarathon in Dresden mit einer persönlichen Bestzeit von 69:52 Minuten überzeugt. Am Start sind auch die Marathonläuferinnen Deborah und Rabea Schöneborn (beide LG Nord Berlin). Eine weitere gute Leistung ist der erst 19-jährigen Blanka Dörfel (SCC Berlin) zuzutrauen.

Text: race-news-service.com