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Erste internationale Rennen kehren zurück: Wien macht den Marathon-Anfang

In London fand bereits im Juli der "Asics 10k" statt, für den rund 14.000 Läufer gemeldet hatten. Dieses Bild zeigt den hinteren Zielbereich Foto: Asics / rb-create

In den letzten Wochen fanden erstmals in diesem Jahr in Europa wieder Lauf-Veranstaltungen mit fünfstelligen Teilnehmerzahlen statt. Während in Berlin am vergangenen Sonntag der Halbmarathon mit rund 14.500 Startern das größte dieser Rennen war, wurde am gleichen Tag auch in London ein Wettbewerb über die 21,0975 km lange Distanz gestartet. Hier beteiligten sich rund 10.000 Läufer. In der britischen Hauptstadt hatten bereits im Juli zwei Rennen mit derartigen Dimensionen stattgefunden: Für den „Asics 10k“ hatten rund 14.000 Athleten gemeldet, für den „Landmark-Halbmarathon“ waren es 12.500.

Für die Londoner als auch die Berliner waren diese Läufe während der Corona-Pandemie auch ein Test für die Marathonrennen, die in beiden Städten in einigen Wochen gestartet werden sollen. Für das Rennen in Berlin werden bis zu 35.000 Läufer erwartet, in London rechnet man sogar mit rund 50.000 Startern. Während abzuwarten bleibt, ob diese Läufe tatsächlich in dieser Größenordnung stattfinden, spricht viel dafür, dass in dieser Herbstsaison große Marathonrennen tatsächlich auf die Straßen der Städte zurückkehren werden.

Den Anfang wird nach dem jetzigen Stand der Vienna City Marathon am 12. September machen. Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet, liegen für die Veranstaltung bisher rund 25.000 Anmeldungen vor. In Wien wird auch ein starkes Elitefeld am Start sein - hier wurde gestern die Verpflichtung des Schweizer Rekordhalters Tadesse Abraham bekannt gegeben -, so dass dieser Marathon mit der Mischung von Spitzen- und Breitensport an die Veranstaltungen vor der Pandemie anknüpfen wird. Dabei wird natürlich auch in Wien ein entsprechendes Hygiene-Konzept umgesetzt. Obwohl nach einer anonymen Umfrage unter den gemeldeten Läufern davon auszugehen ist, dass ein extrem hoher Prozentsatz geimpft an den Start gehen wird (über 90 Prozent), müssen alle Teilnehmer einen zusätzlichen Corona-Test vorlegen.

Am gleichen Tag wie Wien soll auch der Hamburg-Marathon stattfinden. Am 12. September dürfen allerdings dort ausschließlich geimpfte Läufer starten und inklusive Rahmenwettbewerben nicht mehr als 6.000. Von den größten deutschen Marathonläufen ist nach wie vor auch der München-Marathon noch im Rennen. Es ist aber noch nicht entschieden, ob der Lauf am 10. Oktober stattfinden kann.

Nach Berlin (26. September) und London (3. Oktober) dürften nach dem jetzigen Stand auch die anderen vier Rennen der World Marathon Majors-Serie im Herbst stattfinden: Chicago (10.10.), Boston (11.10.), Tokio (17.10.) und New York (7.11.). New York war zuletzt mit deutlich über 50.000 Läufern der größte Marathon der Welt. Dieses Mal sollen dort maximal 33.000 Läufer starten. In Tokio sind Breitensportler aus dem Ausland aufgrund der Pandemie-Situation nicht zugelassen.

Derzeitige Marathon-Termine im Herbst

12. September           Wien

                                    Hamburg

26. September           Berlin

3. Oktober                  London

10. Oktober                Chicago

                                    München

11. Oktober                Boston

17. Oktober                Amsterdam

                                   Paris

                                   Tokio

24. Oktober                Rotterdam

7. November              New York

                                    Istanbul

14. November            Athen

5. Dezember              Valencia

Text: race-news-service.com