Zum Hauptinhalt springen

Amanal Petros und Samuel Fitwi laufen 10 km in Zeuthen statt Berlin

Mit einer hochklassigen Besetzung wird am Sonntag eine weitere Auflage des „Berlin 10k Invitational“ gestartet. Bei dem 10-km-Rennen trifft der kenianische Topläufer Vincent Kibet unter anderen auf Amanal Petros und Samuel Fitwi, während bei den Frauen die mehrfache schwedische Rekordhalterin Sarah Lahti die Startliste anführt. Laura Hottenrott ist die schnellste deutsche Läuferin im Feld.

Kehrtwende: Nicht mehr in Berlin sondern in Zeuthen wird am Sonntag ein hochkarätiges 10-km-Rennen gestartet. Foto: Cecilia Wenig

Vor knapp zwei Jahren war der „Berlin 10k Invitational“ das erste hochkarätige 10-km-Straßenrennen weltweit, das während der Corona-Pandemie gestartet wurde. In der Folge organisierte das Team um Athleten-Manager Christoph Kopp und Helmut Winter noch drei weitere Elite-Rennen, um nationalen und internationalen Topathleten Start-Gelegenheiten und damit wichtige Wettkampf-Praxis auch im Hinblick auf die Olympischen Spielen 2021 anzubieten. Die Rennen, die internationale Beachtung fanden, wurden jeweils auf einer Pendelstrecke auf dem Schmöckwitzer Damm im Südosten der Hauptstadt veranstaltet.

Dieses Mal allerdings mussten die Veranstalter kurzfristig nach Zeuthen in Brandenburg ausweichen, da das zuständige Berliner Bezirksamt Treptow-Köpenick dem Rennen die Rote Karte gezeigt hatte. Nach mehrmaliger Anfrage erklärte der Bezirk über seine Pressestelle schließlich: „Nach umfassender Prüfung, in die auch die Polizei mit einbezogen wurde, hat die Straßenverkehrsbehörde sowie die Amtsleitung des bezirklichen Straßen- und Grünflächenamtes den Veranstaltern mitgeteilt, dass kein positiver Bescheid in Aussicht gestellt werden kann. Die Entscheidung beruht auf der Straßenverkehrsordnung in Verbindung mit dem Berliner Straßengesetz.“

Während der Stadt Berlin beziehungsweise dem Bezirk ein derart hochkarätiges, internationales Rennen offenbar nicht einmal so viel wert war, eine Straße kurzzeitig zu sperren, reagierten die Behörden ein paar hundert Meter weiter in Brandenburg ganz anders. In Zeuthen freut man sich offenbar, ein solches Event an Land gezogen zu haben. Kurzfristig wurden alle nötigen Genehmigungen erteilt, so dass das Rennen nun am Sonntag stattfinden kann.

Der erst 22-jährige Kenianer Vincent Kibet ist mit einer 10-km-Bestzeit von 27:21 Minuten der mit Abstand schnellste Läufer im Feld und der einzige, der ein Ergebnis von unter 28:00 aufweisen kann. Er lief seinen persönlichen Rekord beim 10-km-Rennen in Berlin am Schloß Charlottenburg 2018. Eine Gruppe von Läufern wird mit Bestzeiten von knapp über 28 Minuten ins Rennen gehen: Samuel Fitwi (LG Vulkaneifel/28:00), Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg/28:01), Jack Rowe (Großbritannien/28:07), der deutsche Marathon- und Halbmarathon-Rekordler Amanal Petros (TV Wattenscheid/28:11), David Nilsson (Schweden/28:13) und Evans Kipruto (Kenia/28:15).

Bei den Frauen sind Sarah Lahti (Bestzeit: 31:18 Minuten), die Französin Mekdes Woldu (31:47) und die Kroatin Bojan Bjeljac (32:12) die schnellsten Läuferinnen auf der Startliste. Dahinter folgen Laura Hottenrott (PSV Grün-Weiß Kassel/32:13) und Maureen Koster (Niederlande/32:15). Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg/32:34), Rabea und Deborah Schöneborn (32:55 beziehungsweise 32:57) sowie Youngster Blanka Dörfel (alle SCC Berlin/33:00) gehören zu den weiteren deutschen Topläuferinnen.

Text: race-news-service.com