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Kiplimo und Obiri gewinnen weltweit größten Halbmarathon in Newcastle

Jacob Kiplimo und Hellen Obiri haben den derzeit größten Halbmarathonlauf der Welt gewonnen. Der Läufer aus Uganda siegte in 59:33 Minuten während die Kenianerin nach 67:05 im Ziel war. Die Veranstalter des „Great North Run“, der im Nordosten Englands von Newcastle nach South Shields führt, registrierten 60.000 Anmeldungen. Nach Schätzungen gingen rund 50.000 Läufer an den Start.

Hellen Obiri, hier bei ihrem Halbmarathon-Sieg in Istanbul im Frühjahr, gewann am Sonntag den "Great North Run", den größten Halbmarathon der Welt. Foto: Spor Istanbul

Obwohl nach dem Tod von Königin Elisabeth II fast alle Sportveranstaltungen an diesem Wochenende in Großbritannien abgesagt wurden, fand der Halbmarathon drei Tage nach dem Tod der Königin statt. „Diese Veranstaltung feiert traditionell die Leistung ganz normaler Menschen. Dieses Mal kommen wir zusammen, um unser Mitgefühl auszudrücken und zugleich das Leben unserer außergewöhnlichen Königin zu feiern“, erklärten die Veranstalter, die Teile des Rahmenprogramms strichen. Viele Läufer starten beim „Great North Run“ für Charity-Organisationen. Schätzungsweise 30 Millionen Euro werden dabei jährlich gesammelt. Vor dem Start sprach der Bischoff von Newcastle, Mark Wroe, anschließend folgte eine Schweigeminute und danach die Nationalhymne.

Der Halbmarathon-Weltmeister lief in der zweiten Hälfte des Rennens weitestgehend alleine an der Spitze. Etwa in der Mitte des Rennens hatte erst Kenenisa Bekele (Äthiopien) den Kontakt verloren, dann konnte auch der Debütant Selemon Barega (Äthiopien) nicht mehr mithalten. Am Ende hatte der erst 21-jährige Jacob Kiplimo mit einer Zeit von 59:33 Minuten über eine Minute Vorsprung auf den 10.000-m-Olympiasieger Barega, der nach 60:39 im Ziel war. Nicht mehr in Topform war erwartungsgemäß Äthiopiens Ausnahmeläufer Kenenisa Bekele. Der inzwischen 40-jährige dreifache Langstrecken-Olympiasieger, der sich auf den London-Marathon am 2. Oktober vorbereitet, lief als Dritter nach 61:01 ins Ziel. Der Japaner Suguro Osako belegte Platz vier mit 61:05. „Es war ein schönes Rennen in sehr guter Atmosphäre“, sagte Jacob Kiplimo.

Stärker war die Konkurrenz für Hellen Obiri, die bereits vor einem Jahr den „Great North Run“ gewonnen hatte. Die zweifache 5.000-m-Weltmeisterin lief bis 400 Meter vor dem Ziel gemeinsam mit der Marathon-Olympiasiegerin Peres Jepchirchir (Kenia) und der 10.000-m-Olympiasiegerin von 2016, Almaz Ayana (Äthiopien), an der Spitze. Im Schlussspurt hatte Helen Obiri, die sich derzeit auf ihr Marathon-Debüt in New York im November vorbereitet, aufgrund ihrer Grundschnelligkeit die besseren Karten. Entsprechend setzte sich die 32-Jährige am Ende in 67:05 Minuten vor Peres Jepchirchir (67:07) und Almaz Ayana (67:10) durch.  Als Vierte folgte die Äthiopierin Hiwot Gebrekidan in 67:22. Mit deutlichem Abstand wurde die Britin Charlotte Purdue Fünfte mit 70:11.

Text: race-news-service.com