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Halbmarathon-Weltrekordler Abraham Kiptum vor London-Start suspendiert

Der Halbmarathon-Weltrekordler Abraham Kiptum wurde knapp zwei Tage vor seinem Start beim London-Marathon suspendiert. Dies gaben die Veranstalter des Rennens am Freitagabend bekannt. Hintergrund ist, dass es bei dem Kenianer offenbar Unregelmäßigkeiten in seinem Biologischen Athletenpass gegeben hat. Dies kann auf Blutdoping hindeuten.

Symbolträchtig: Dunkle Wolken zogen sich über der Tower Bridge zusammen, als sich am Mittwoch Abraham Kiptum den Fotografen stellte. Foto: Virgin Money London Marathon

Gerüchte über ein mögliches Dopingvergehen des 29-jährigen Langstreckenläufers hatte es bereits seit einigen Wochen gegeben. Nun suspendierte die vom internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) eingerichtete, aber unabhängig arbeitende Athletics Integrity Unit (AIU) Abraham Kiptum bevor er in London an den Start gehen konnte. Noch am Mittwoch hatten die Veranstalter den Kenianer im Rahmen einer Pressekonferenz unter anderem mit Eliud Kipchoge und Mo Farah zusammen präsentiert. Wie die Organisatoren mitteilten ist Abraham Kiptum inzwischen aus London abgereist.

Da der Nachweis von Blutdoping über den Biologischen Athletenpass, in dem die Blutdaten verschiedener Proben gesammelt werden, über einen längeren Zeitraum stattfindet, ist durchaus möglich, dass der Halbmarathon-Weltrekord von Abraham Kiptum annulliert wird. Der Kenianer hatte im vergangenen Oktober in Valencia die über zehn Jahre alte Bestzeit von Zersenay Tadese (Eritrea/58:23) um fünf Sekunden auf 58:18 Minuten verbessert. Im Marathon hat Kiptum eine Bestzeit von 2:05:26. Im Dezember war er als Zweiter des Abu Dhabi-Marathons zwar 2:04:16 gelaufen, jedoch war die Strecke um gut 100 Meter zu kurz.

Text: race-news-service.com