Zum Hauptinhalt springen

Rhonex Kipruto Weltklasse über 10.000 m, Alina Reh überzeugt über 5.000 in Stockholm

Rhonex Kipruto gewann beim Diamond-League-Meeting in Stockholm die 10.000 m in einer Weltklassezeit von 26:50,16 Minuten. Damit produzierte der Kenianer das mit Abstand beste Ergebnis in den Lauf-Wettbewerben bei dem Traditions-Meeting. Über 5.000 m lief Alina Reh (SSV Ulm) bei ihrer Diamond-League-Premiere eine persönliche Bestzeit von 15:04,10 und belegte damit Rang elf.

Rhonex Kipruto lief in Stockholm das schnellste 10.000-m-Rennen weltweit seit August 2017. Foto: www.photorun.net

Alina Reh kann sich über eine Bestzeit über 5.000 m freuen. Foto: www.photorun.net

Kühle Temperaturen und böiger Wind waren keine guten Voraussetzungen für Topleistungen in Stockholm. Trotzdem gelang dem erst 19-jährigen Rhonex Kipruto eine außerordentliche Leistung. Nach einer 5.000-m-Durchgangszeit von 13:28,65 Minuten verschärfte der Kenianer das Tempo und knapp einen Kilometer vor Schluss hatte er mit dem Äthiopier Hagos Gebrhiwet auch seinen letzten Verfolger abgehängt. Mit 26:50,16 erzielte Kipruto nicht nur einen Meeting-Rekord sondern auch eine Jahresweltbestzeit. In der Liste der schnellsten Läufer aller Zeiten rückte er auf Platz 26 nach vorne. Hinter dem Kenianer folgten mit deutlichem Abstand Gebrhiwet (27:01,02) und Aron Kifle (Eritrea/27:27,68). Als Sechster lief Julien Wanders mit 27:44,36 einen Schweizer Landesrekord. Auf Rang 18 verpasste Amanal Petros (TV Wattenscheid) mit 28:42,59 seine avisierte persönliche Bestzeit von 28:29,78 Minuten. Die WM-Norm über diese Distanz steht bei 27:40,00.

In den vergangenen fünf Jahren gab es nur zwei 10.000-m-Rennen, die schneller waren als das von Rhonex Kipruto. Zuletzt war dies beim Weltmeisterschafts-Finale 2017 in London der Fall. Damals gewann der Brite Mo Farah in 26:49,51 Minuten. Den Weltrekord hält seit 2005 der Äthiopier Kenenisa Bekele mit 26:17,53 Minuten.

„Ich freue mich sehr über meine Leistung. Jetzt werde ich nach Kenia zurückfahren und mich auf das nächste Rennen vorbereiten, wahrscheinlich laufe ich dann über 5.000 Meter. Bei den Weltmeisterschaften möchte ich 10.000 Meter laufen“, sagte Rhonex Kipruto, der im vergangenen Jahr bereits Junioren-Weltmeister über 10.000 m war und auf der Straße mit einer 10-km-Bestzeit von 26:46 Minuten der zweitschnellste Läufer aller Zeiten ist.

Das 5.000-m-Rennen der Frauen war bei den ungünstigen Bedingungen an der Spitze deutlich langsamer als geplant. Pech hatte dann die große Favoritin Hellen Obiri. Die kenianische Crosslauf-Weltmeisterin stürzte kurz vor der 4.000-m-Marke und wurde am Ende nur Zwölfte in 15:07,70 Minuten. Ihre Landsfrau Agnes Tirop gewann in der Jahresweltbestzeit von 14:50,82 vor Fantu Worku (Äthiopien/14:51,31) und Lilian Rengeruk (Kenia/14:51,34).

Eine gute Steigerung gelang Alina Reh. Die 22-Jährige verbesserte sich als Elfte auf 15:04,10 Minuten und unterbot ihren knapp zwei Jahre alten persönlichen Rekord damit um knapp sechs Sekunden (15:10,01). „Klar wäre es mir lieber gewesen, wenn die 14 vorn gestanden hätte. Ich glaube auch, dass ich diese Zeit heute in den Beinen hatte. Doch unzufrieden bin ich trotzdem nicht. Es war eine tolle Erfahrung“, sagte Alina Reh, die bereits zum zweiten Mal in dieser Saison die Norm für die WM unterbot. Die Weltmeisterschaften finden Ende September in Doha statt. Am Sonntag nächster Woche wird Alina Reh bei den Deutschen Meisterschaften über 10.000 m starten.

Text: race-news-service.com