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Melat Yisak Kejeta läuft deutsche Jahresbestzeit in Oelde, Sara Hall siegt in New York

Straßenläufe in New York, Oelde und Valencia produzierten am Pfingst-Wochenende zum Teil hochklassige internationale Zeiten.

Sara Hall gewann den Frauenlauf über 10 km in New York. Foto: www.photorun.net

Beim gut besetzten 10-km-Lauf in Oelde dominierten die afrikanischen Athleten. Allerdings lief die seit kurzem für Deutschland startberechtigte Melat Yisak Kejeta als Vierte mit 31:50 Minuten eine deutsche Jahresbestzeit über diese Distanz. Sie verbesserte die bisherige nationale Saisonbestzeit von Alina Reh (SSV Ulm), die im März in Dresden 32:09 gelaufen war. Außerdem unterbot die 27-Jährige ihre eigene Bestzeit um zwei Sekunden.

Seit März hat die aus Äthiopien stammende Melat Yisak Kejeta die deutsche Staatsbürgerschaft. Es ist denkbar, dass die für EAM Kassel startende Läuferin im Herbst ihr Marathon-Debüt laufen wird. Denn der Olympia-Start für Deutschland über die 42,195 km im nächsten Jahr in Tokio ist ihr großes Ziel.

In Oelde konnte sie erst in der letzten Phase des Rennens nicht mehr ganz mit ihren früheren Landsfrauen mithalten. Das Rennen gewann Tigist Assefa in 31:45 Minuten vor Bone Cheluke (31:48) und Obse Abdeta (31:49/alle Äthiopien). Auf Rang zehn lief Anja Scherl (LG Telis Finanz Regensburg) in 34:35.

Der Kenianer Lawi Kosgei gewann das Rennen der Männer in 27:50 Minuten und verpasste damit den Streckenrekord um lediglich sechs Sekunden. Sein Landsmann Josphat Too folgte als Zweiter in 27:53 mit einer Sekunde Vorsprung vor Yasin Haji (Äthiopien/27:54). Bester deutscher Läufer war Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid) auf Rang 13 in 30:07. Sechs Wochen nach seinem Sieg beim Düsseldorf-Marathon lief Tom Gröschel (TC Fiko Rostock) auf Rang 15 in 30:15.

Im New Yorker Central Park fand der älteste Frauenlauf der Welt zum 48. Mal statt: Den „New York Mini“ über 10 km gewann die US-Amerikanerin Sara Hall in 32:27 Minuten vor ihrer Landsfrau Stephanie Bruce (32:32) und der Kenianerin Sally Kipyego (32:35). In das Rennen waren auch die US-Meisterschaften integriert. Knapp 9.000 Frauen erreichten das Ziel im Central Park.

Die hochkarätigsten Ergebnisse gab es beim 15-km-Lauf in Valencia. Hier gewann der Kenianer Abel Kipchumba souverän mit einem Streckenrekord von 41:55 Minuten. Dies ist die achtbeste je über diese Distanz gelaufene Zeit. Allerdings gibt es nur wenige international hochkarätige Rennen über 15 km. Kipchumba siegte klar vor seinen Landsleuten Alfred Barkach (42:27) und Henry Rono (42:59).

Sogar die drittbeste je gelaufene Zeit über 15 km erzielte die Siegerin: Zeineba Yimer (Äthiopien) gewann in 46:52 Minuten. Schneller waren bisher nur Florence Kiplagat (Kenia/46:16) und Tirunesh Dibaba (Äthiopien/46:28). Hinter Yimer folgten in Valencia Dorcas Kimeli (Kenia/47:33) und Zenebu Fikadu (Äthiopien/49:15) auf den Rängen zwei und drei.

Text: race-news-service.com