„Ich hatte mich schon mit Platz zwei abgefunden, doch dann sah ich, dass Bonface immer langsamer wurde“, sagte Evans Mayaka. „Ihn noch zu überholen und zu wissen, dass ich gewinnen würde, war ein tolles Gefühl.“
Ganz anders verlief das Rennen der Frauen. Bereits kurz nach der Halbmarathonmarke übernahm die Kenianerin Emmah Ndiwa, die mit einer Bestzeit von 2:25:14 ins Rennen gegangen war, die Führung und ließ ihre Konkurrentinnen hinter sich. Nachdem sie bald darauf sogar den früheren Marathon-Weltrekordler Dennis Kimetto (Kenia/2:02:57 in Berlin 2014) überholt hatte, baute sie den Vorsprung weiter aus und war auf dem Weg zum Sieg nicht mehr zu stoppen.
„Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich ab Kilometer 21 alleine an der Spitze rennen würde. Daher habe ich mich darauf konzentriert, konstant zu bleiben und den Sieg zu sichern“, sagte Emmah Ndiwa, die in 2:29:26 vor den Äthiopierinnen Tigist Muluneh (2:32:24) und Adenech Mekonnen (2:36:18) gewann.
Äthiopier siegen in Prag
Einen äthiopischen Doppelsieg gab es beim Prag-Marathon. Für die hochklassigste Leistung des Tages sorgte dabei Lemi Berhanu, der das Männerrennen in 2:05:14 Stunden gewann und damit die zweitschnellste je in Prag gelaufene Zeit erreichte. Mit deutlichem Abstand folgte der Kenianer Felix Kipkoech in 2:07:19 vor Tetsuya Yoroizaka (Japan), der nach 2:09:10 im Ziel war.
Bei den Frauen siegte die Äthiopierin Bertukan Sura mit 2:20:55 vor Evaline Chirchir (2:21:25) und Pascalia Chepkogei (beide Kenia/2:22:11).
Text: Jörg Wenig
Foto: Victah Sailer / photorun.net

